Erfahrungsberichte

Wie gehen Betroffene mit Kniearthrose um? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Sie können Ihr Wissen, Ihre Werte und Ihre Lebensbedingungen bewusst einsetzen, um aktiv Ihr Leben mit Arthrose zu gestalten. Sehen Sie hier einen Bericht über persönliche Erfahrungen von Betroffenen im Umgang mit ihrer Kniearthrose.
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Hilfestellungen im Alltag mit Arthrose

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die Menschen mit Arthrose den Alltag erleichtern können. Dabei kommt es immer auf die individuellen Beschwerden und Problemlösungen an.

Was geben andere Betroffene als Tipps an? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Jeder geht unterschiedlich mit dem Thema „Leben mit Kniearthrose“ um. 

Sechs konkrete Anregungen von Betroffenen, was ihnen im Alltag mit Kniearthrose hilft:

  • Verlängerungszange oder Schuhlöffel gegen das schmerzhafte Bücken anwenden,
  • Gewicht nach einer Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung beibehalten,
  • auf dem stationären Fahrrad im Haus trainieren,  
  • Senioren-Volleyball spielen,
  • an Gymnastikübungen für das Gleichgewicht teilnehmen,
  • im eigenen Tempo wandern, zur Not auch mal allein.
     

Wenn es so schlimm werden würde, dass man auf Krücken oder auf den Rollator angewiesen ist, dann sei es eben so. Aber dann ist das Glas immer noch halb voll.“

Bei Klaus Brandecker (64) wurde vor zwei Jahren Kniearthrose diagnostiziert.

Was kann ich selbst machen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Sie können viel selbst tun. Das Stichwort dabei ist Selbstmanagement. Gemeint sind damit Verhaltensmaßnahmen, die Sie darin unterstützen, eine aktive Rolle im Umgang mit ihrer Krankheit zu übernehmen. Damit können Sie Ihre Lebensqualität und die Behandlungsergebnisse verbessern. Das ersetzt aber nicht eine medizinische Behandlung.

4 Tipps, um die eigene Rolle im Umgang mit Kniearthrose zu stärken:

  • Handlungen planen und gesundheitsfördernde Maßnahmen umsetzen: Bei gewünschten Verhaltensänderungen kann ein ein- bis zweiwöchiger Plan hilfreich sein.
  • Sich und seine Symptome beobachten: Wenn Sie sich stärker über den Verlauf und die Intensität Ihrer Schmerzen bewusst werden, kommen Sie besser zu Lösungen im Alltag. Um das Bewusstsein dafür zu fördern, können Sie Ihr Schmerzverhalten in ein Schmerztagebuch eintragen. 
  • Ziele setzen: Sie können sich, zusammen mit Expertinnen und Experten, persönliche Ziele zur Linderung von Schmerzen setzen. 
  • Ressourcen nutzen: Es gibt zahlreiche Angebote und Programme für Betroffene. Um das Geeignete zu finden, empfehlen wir Ihnen, seriöse und unseriöse Gesundheitsinformationen im Internet voneinander unterscheiden zu lernen. 6 Tipps finden Sie hier.
     

Schmerzdokumentation: Wie funktioniert es? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Jeder Mensch nimmt Schmerzen unterschiedlich wahr. Für eine genaue Bestimmung Ihres persönlichen Schmerzes nutzen Sie doch den Schieberegler: 0 bedeutet schmerzfrei, während bei 10 der stärkste Schmerz erreicht ist, den Sie sich vorstellen können. Die gemessenen Werte können Sie mit zum nächsten Arztbesuch nehmen oder auch handschriftlich im individuellen Schmerztagebuch festhalten.
0

0

Schmerzempfinden gering

10

Schmerzempfinden hoch

Schmerztagebuch Kniearthrose

Welche Hilfsmittel gibt es? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Es gibt unterschiedliche orthopädische Hilfsmittel, die je nach individuellem Krankheitszustand geeignet sind. So kann für den einen beispielsweise federndes Schuhwerk sinnvoll sein, um die Belastung der betroffenen Gelenke zu verringern. Anderen helfen Gelenkschienen, sogenannte Orthesen, insbesondere wenn das Gelenk instabil ist. Gehhilfen wie Gehstöcke oder Rollatoren wiederum verringern die Gefahr, dass Sie stürzen. Sie helfen vor allem bei fortgeschrittener Arthrose der Kniegelenke.

Generell gilt der Rat: Beim Thema Hilfsmittel können Sie sich am besten von Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt beraten lassen. Eine Expertin, ein Experte (z. B. Physiotherapeuten) kann Ihnen erklären, wie man die Hilfsmittel richtig nutzt.

Was muss ich zu Hause beachten? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Zu Hause kommt es vor allem darauf an, Stürze zu vermeiden. Schon kleine Veränderungen können dabei helfen. Wir haben für Sie sieben wichtige Hinweise zusammengestellt, die Sie dabei beachten sollten.

Anlaufstellen für Betroffene: Selbsthilfegruppen und Arztsuche

Können Selbsthilfegruppen sinnvoll sein? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Sich mit anderen Betroffenen über die Erkrankung auszutauschen, kann sehr hilfreich sein. Selbsthilfegruppen unterstützen Betroffene, aber auch Angehörige dabei, ihre Probleme zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und praktische Lösungen zu finden. Gemeinsam befasst man sich mit der Bewältigung der Krankheit und den damit einhergehenden psychischen und sozialen Problemen.

In einer Selbsthilfegruppe besteht Schweigepflicht. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei. Jeder bestimmt selbst, was er den anderen anvertrauen möchte und wie er mit Lösungsvorschlägen umgeht.

Wo finde ich Selbsthilfegruppen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

In vielen Städten und Regionen arbeiten „Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KIS)“. Hierhin können Sie sich wenden, wenn Sie mit einer Selbsthilfegruppe für Arthrosepatientinnen und -patienten Kontakt aufnehmen möchten. Da diese Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen ausschließlich regional agieren, gibt es keine zentrale Anlaufstelle. Die KIS in Berlin ist beispielsweise erreichbar unter: kisberlin.de

Zusätzlich besteht die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), eine bundesweite Informations- und Vermittlungsstelle im Bereich Selbsthilfe in Deutschland. Sie bietet u. a. eine Datenbanksuche an, die es ermöglicht, einen Ansprechpartner oder eine Selbsthilfegruppe zu suchen: nakos.de

Welche Ärzte sind bei Arthrose zuständig? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die Hausärztin, der Hausarzt zieht bei Bedarf Fachärzte hinzu. Wissen Sie, welche das bei Arthrose sind? Die Weisse Liste der Bertelsmann-Stiftung unterstützt Sie bei der Suche nach der passenden Ärztin, dem passenden Arzt. Mehr Informationen finden Sie auf weisse-liste.de

Erste Anlaufstelle sollte aber wie bei allen Gesundheitsproblemen die Hausärztin oder der Hausarzt bleiben. Sie haben den Überblick über alle Erkrankungen – nicht nur an den Gelenken, die den Arthroseverlauf und die Behandlung beeinflussen können. Hausärzte können zudem besser beurteilen, welchen Einfluss Ihre Arthrosebeschwerden auf Ihren Alltag, auf Ihre Lebensqualität und auf Ihre sozialen Beziehungen haben können. 

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können den Arzt nicht ersetzen.