Fragen zu Impfempfehlungen

Für wen wird eine Auffrischungs-Impfung empfohlen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung allen Menschen ab 18 Jahren. Bestimmte Personengruppen sollten vorrangig die Auffrischungsimpfung erhalten:

  • Menschen, die 70 Jahre, oder älter sind.
  • Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen. Aufgrund von einem erhöhten Risiko für einen SARS-CoV-2-Ausbruch in den Einrichtungen, gilt die Empfehlung auch für Menschen, die jünger als 70 Jahre sind. 
  • Pflegepersonal und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkten Kontakt zu pflegenden Personen haben.
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten.
  • Menschen mit einer Immunschwäche. Welche COVID-19 Impfempfehlungen für Menschen mit Immunschwäche allgemein gelten, erfahren Sie hier.

Die Auffrischung sollte in der Regel etwa sechs Monate nach der vorangegangenen COVID-19-Impfung (eine oder zwei Dosen je nach Impfstoff) erfolgen. Im Einzelfall ist die 3. Dosis auch nach fünf Monaten möglich. Für die Auffrischung rät die STIKO zu einem mRNA Impfstoff, unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verimpft wurde. Bei Menschen unter 30 Jahren wird der Einsatz des Impfstoffes Spikevax der Firma Moderna nicht empfohlen.

Ein Grund, warum die Auffrischungsimpfung vorrangig bestimmten Personengruppen empfohlen wird, ist u. a., dass die Immunantwort gegenüber COVID-19-Impfstoffen bei älteren Personen schwächer auszufallen scheint als bei jüngeren. Zudem lässt der Impfschutz bei Älteren früher nach. Dies ist auch bei anderen Impfungen, wie z. B. der Grippe-Impfung, der Fall. Daten aus Studien zur Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 geben Hinweise, dass der Impfschutz nach der dritten Dosis deutlich höher ausfällt als nach zwei Dosen. Auch die Wirksamkeit gegenüber der aktuell vorherrschenden Delta-Variante wird erhöht.

Ein weiterer Grund für die Empfehlung: Personen ab 70 Jahren können ein erhöhtes Risiko für sogenannte Impf-Durchbrüche mit einem mittelschweren bis schweren COVID-19-Kranksheitsverlauf haben. Unter einem Impf-Durchbruch versteht man eine SARS-CoV-2-Infektion trotz einer vollständigen Impfung. Insgesamt sind die Zahlen der Impf-Durchbrüche in Deutschland aber gering. Die COVID-19-Impfung scheint im Falle einer Durchbruchs-Infektion das Risiko der Virus-Übertragung auf Kontaktpersonen zu senken. Daher ist es sinnvoll, dass das Pflegepersonal oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen einen möglichst guten Impfschutz gegenüber SARS-CoV-2 haben. Für andere Personengruppen als die eingangs genannten empfiehlt die STIKO momentan noch keine Auffrischungsimpfungen. Es gibt für sie aktuell noch keine eindeutigen Hinweise für ein bedeutsames Nachlassen der Schutzwirkung der Impfung. 

Kann ich mich gleichzeitig gegen COVID-19 und Grippe impfen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Es ist möglich, sich gleichzeitig gegen COVID-19 und eine andere Erkrankung impfen zu lassen. Die andere Impfung sollte dabei mit einem sogenannten Totimpfstoff erfolgen. Die meisten Impfstoffe gegen Grippe sind Totimpfstoffe. Grippeimpfstoff und COVID-Impfstoff sollten dabei nicht in denselben Arm gespritzt werden. Es ist theoretisch möglich, dass bei der Doppel-Impfung stärkere Impfreaktionen auftreten als bei einer einzelnen Impfung. Als Impfreaktionen versteht man Symptome an der Einstichstelle wie z. B. Schmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen. Die Erfahrung mit anderen Impfungen zeigt jedoch, dass bei Doppel-Impfungen ähnlich starke Impfreaktionen oder Nebenwirkungen auftreten wie bei einer Einzel-Impfung. 

Es gibt noch keine veröffentlichten Daten zu gleichzeitiger Anwendung der in Deutschland angewendeten Totimpfstoffe und COVID-19-Impfstoffe. Es gibt aber erste Hinweise aus Großbritannien zu gleichzeitiger Anwendung von COVID-19- und Grippe-Impfstoffen. Es zeigte sich, dass die vorübergehenden Impfreaktionen etwas stärker ausfallen können.

Können sich auch Schwangere und Stillende impfen lassen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Seit dem 16. September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die COVID-19-Impfung für Stillende oder Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel. Die Empfehlung gilt für zwei Dosen des Impfstoffes Comirnaty im Abstand 3 bis 6 Wochen. Wurde die Schwangerschaft nach der ersten Dosis festgestellt, sollte die zweite Dosis ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. 

Die Empfehlung der STIKO beruht auf der Analyse von neuen verfügbaren Daten. Die Impfung soll nicht nur Schwangere und Stillende vor COVID-19 schützen. Es geht auch darum, Schwangerschafts-Komplikationen oder Folgeerkrankungen des Kindes infolge einer SARS-CoV-2-Infektion zu vermeiden. Schwere Verläufe von COVID-19 bei Schwangeren sind im Allgemeinen selten. Die untersuchten Daten weisen jedoch darauf hin, dass Schwangerschaft ein Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf darstellt. Außerdem kommt es bei Schwangeren mit SARS-CoV-2-Infektion eher zu einem schweren Verlauf der Erkrankung als bei Nicht-Schwangeren. Bei schwangeren Frauen mit Vorerkrankungen, wie z. B. Diabetes mellitus oder Adipositas, ist das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe zusätzlich erhöht. Die von der STIKO analysierten Daten zeigen, dass die mRNA-Impfstoffe Schwangere und Nicht-Schwangere gut vor schweren COVID-19-Verläufen schützen. Allerdings beruhen diese Daten auf anderen Virus-Varianten. Zu der bisher in Deutschland vorherrschenden Delta-Variante liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. 

Zur Sicherheit der mRNA-Impfstoffe bei Schwangeren und Stillenden gibt es momentan nur wenige Daten. Bisher gibt es keine Hinweise, dass nach der COVID-19-Impfung vermehrt schwere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft auftreten, die Mutter oder Kind gefährden. Auch bei stillenden Frauen und deren Kindern traten in bisherigen Studien keine schweren Nebenwirkungen auf. 

Am 10.11.2021 hat die STIKO ihre Empfehlung zum Impfstoff Spikevax bei Schwangeren vorläufig zurückgezogen. Der Grund dafür waren Fälle von Herzmuskelentzündungen nach der Impfung bei Menschen unter 30 Jahren. Diese traten unter Comirnaty bisher seltener auf als unter Spikevax.

Was empfiehlt die STIKO zur Impfung von 12- bis 17-Jährigen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die STIKO rät alle Kinder und Jugendlichen von 12- bis 17- Jahren zweimal impfen zu lassen. Grund dafür ist u.a., dass ungeimpfte Kinder und Jugendliche mit der jetzt vorherrschenden Delta-Variante ein höheres Infektionsrisiko haben.

Für die Altersgruppe sind die Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) zugelassen.

Am 10.11.2021 hat die STIKO ihre Empfehlung zum Impfstoff Spikevax bei Personen unter 30 Jahren vorläufig zurückgezogen. Der Grund dafür waren Fälle von Herzmuskelentzündungen nach der Impfung. Diese traten in dieser Altersgruppe nach Comirnaty bisher seltener auf als nach Spikevax.

STIKO und EMA: Welche Rolle spielen sie in der Impfkampagne? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

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Fragen zum Impfschutz

Kann ich andere anstecken wenn ich vollständig geimpft bin? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Viele Menschen beschäftigt die Frage, ob man sich trotz Impfschutz mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren kann, aber keine Symptome hat – und dann möglicherweise andere ansteckt. Nach allem was man momentan weiß, ist das Risiko, als vollständig geimpfte Person das SARS-CoV-2-Virus auf eine andere Person zu übertragen, vermindert. In welchem Ausmaß eine Ansteckung trotzdem möglich ist, lässt sich momentan nicht beziffern. 

Es bleibt möglich, dass auch geimpfte Personen sich mit dem Virus infizieren können und es dabei auf andere Menschen übertragen. Um dem vorzubeugen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) daher, sich auch weiterhin an die gängigen Schutzmaßnahmen (z. B. Masken und Abstand), zu halten

Wie lange hält der Impfschutz an? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Ausgehend von den aktuellen Untersuchungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt es Hinweise darauf, dass der Impfschutz gegenüber COVID-19 nach der Impfung mit der Zeit nachlässt. Insbesondere gilt dies für Personen ab 70 Jahren. Zurzeit lässt es sich jedoch noch nicht eindeutig beantworten, wie lange die Wirkung einer vollständigen COVID-19-Impfung anhält. Das hängt unter anderem davon ab, wie schnell der Impfschutz im eigenen Körper abnimmt. Eine Rolle spielt auch, welche Virusvarianten sich zukünftig in Deutschland ausbreiten und wie wirksam die Impfung gegen diese Varianten ist.

Beobachtungen in einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten nach einer vollständigen Impfung weisen aber darauf hin, dass der Schutz der mRNA-Impfstoffe vor schweren COVID-19-Verläufen eher unverändert bleibt. Allerdings sind diese Erkenntnisse zu einer Zeit gesammelt worden, als die Delta-Virusvariante noch nicht vorherrschend war.

Warum ist eine zweite Dosis nötig? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Mit Ausnahme vom Janssen-Impfstoff, werden für alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe zwei Impfdosen verabreicht. Das ist notwendig, um einen vollständigen Immunschutz zu erreichen. Zwar wird nach der ersten Impfdosis bereits ein gewisser Schutz gegen COVID-19 aufgebaut. Durch die zweite Dosis steigt die Wirksamkeit der Impfung jedoch an und bietet längerfristigen Schutz. 

Auch mit Blick auf die aktuell vorherrschenden Delta-Virusvariante ist die zweite Impfdosis wichtig. Hier zeigen die aktuell verfügbaren Erkenntnisse: Personen, die nur die erste Dosis erhalten haben, sind schlechter gegen die Delta-Variante geschützt als gegen andere Varianten. Erst nach der zweiten Impfdosis scheint der Impfschutz gegen die Delta-Variante fast genauso hoch zu sein, wie gegen die Alpha-Variante oder die Ursprungs-Variante.

Für die Zweitimpfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission folgende Abstände:

  • Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 3-6 Wochen
  • Spikevax (Moderna): 4-6 Wochen
  • Vaxzevria (AstraZeneca): 9-12 Wochen
  • Heterologes Impfschema (Erstimpfung mit Vaxzevria oder COVID-19-Vaccine Janssen plus mRNA-Impfstoff als Zweitimpfung): ab 4 Wochen

Ausnahme: Für Menschen, die bereits an COVID-19 erkrankt waren und genesen sind, ist nur eine Impfung erforderlich.

Beeinflussen die Mutationen die Wirksamkeit der Impfstoffe? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Mutationen von Viren sind ein natürlicher Vorgang, bei dem sich das genetische Material des Virus verändert. Dies geschieht in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei verschiedenen Viren. Das muss aber nicht in jedem Fall bedeuten, dass dadurch die Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflusst wird.

Nach aktuellem Stand geht man davon aus, dass die vorhandenen COVID-19-Impfstoffe in Bezug auf die neuen SARS-CoV-2-Virusmutationen auch wirksam sind. Die Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber der verschiedenen neuen Virusvarianten scheint aber im unterschiedlichen Maße herabgesetzt zu sein.

In Hinblick auf die aktuell vorherrschende Delta-Variante scheint die Wirksamkeit Impfstoffe Comirnaty, Spikevax und Vaxzevria etwas herabgesetzt zu sein. Dennoch schützen die Impfstoffe weiterhin gut vor schweren COVID-19-Verläufen. Für einen ausreichenden Schutz gegenüber der Delta-Variante braucht es beide Impfungen. Nach nur einer von zwei vorgesehenen Impfdosen zeigte sich, dass die Schutzwirkung gegenüber der Delta-Variante stark vermindert ist. 

Fragen zu möglichen Nebenwirkungen

Sind nach der Impfung Spätfolgen möglich? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Unter Spätfolgen versteht man allgemein in der Medizin Komplikationen, die lange nach einer Erkrankung auftreten. Spätfolgen können auch nach medizinischen Eingriffen oder Unfällen vorkommen. So ist zum Beispiel die krankhafte Veränderung der Netzhaut im Auge eine Spätfolge von Diabetes Typ 2

Auch bei COVID-19-Impfungen befürchten manche Menschen, dass lange nach der Impfung bisher noch unbekannte Nebenwirkungen, also Spätfolgen, auftreten können. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die meisten Nebenwirkungen von Impfstoffen zeitnah nach der Impfung auftreten. In der Regel treten sie in der Zeit von zwei bis sechs Wochen nach der Impfung auf. Auch sehr seltene Nebenwirkungen treten in der Regel zeitnah nach der Impfung auf. Nur kann es längere Zeit brauchen, sie eindeutig mit der Impfung in Verbindung zu bringen. 

Die Sicherheit der Impfstoffe wurde an mehreren Tausend Menschen in den Zulassungsstudien untersucht. Für die mRNA-Impfstoffe Comirnaty und Moderna liegen aus diesen Studien mittlerweile Information für einen Zeitraum zwischen vier und sechs Monaten nach der zweiten Dosis vor. Darüber hinaus sollen die Studienteilnehmer für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren beobachtet werden. Unter anderem soll so festgestellt werden, wie lange die Wirkung der Impfstoffe anhält. 

Die Sicherheit der Impfstoffe wird auch unabhängig von den Zulassungsstudien beobachtet. In Deutschland erfolgt das durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Dort können Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet werden. Das PEI prüft dann, ob die Beschwerden im Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten. In anderen Ländern werden solche Untersuchungen ebenso durchgeführt. Das dient vor allem dazu, sehr seltene Nebenwirkungen zu entdecken. 

Zum Beispiel wurde so eine sehr seltene Nebenwirkung der Vektor-Impfstoffe Vaxzevria und Covid-19 Vaccine Janssen erkannt – das Guillain-Barré-Syndrom (GBS). GBS ist eine entzündliche Erkrankung der Nervenzellen. Manchmal bleiben bei Betroffen die Beschwerden trotz der Behandlung über längere Zeit bestehen. Diese Beschwerden könnte man daher als Nebenwirkungen mit Langzeitfolge bezeichnen. Das GBS ist jedoch keine „Spätfolge“ der Impfung, denn die Erkrankung wurde kurze Zeit nach der Impfung festgestellt.

Was mache ich, wenn es mir nach der Impfung nicht gut geht? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Viele Menschen spüren gar keine oder nur geringe Beschwerden. Falls es Ihnen unmittelbar nach der Impfung nicht gut geht, können Sie sich an das impfende Personal wenden. Nach der Impfung werden Sie noch 15 bis 30 Minuten beobachtet.
In den ersten Tagen nach der Impfung können Beschwerden auftreten. Zu den häufigen Reaktionen auf eine Impfung gehören

  • Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Übelkeit und/oder Fieber

Bei starkem Krankheitsgefühl oder anhaltenden Beschwerden können Sie Ihren Hausarzt, ihre Hausärztin um Rat fragen. Sie können auch den ärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116 117 kontaktieren.

Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

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Wo kann ich (gravierende) Nebenwirkungen melden? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Wer eine Nebenwirkung bei sich vermutet, kann diese dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) melden – am einfachsten online über das Portal des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Das PEI ist die Bundesbehörde, die die Sicherheit zugelassener Impfstoffe und Arzneimittel überwacht. Dort wird geprüft, ob die Beschwerden in Zusammenhang mit der Impfung stehen können.

Außerdem bietet das PEI die Smartphone-App SafeVac App 2.0 an. Die App befragt die Nutzer anonym zu gesundheitlichen Beschwerden nach der Impfung. Sie kann im App Store und im Play Store kostenlos heruntergeladen werden. Die gesammelten Daten helfen dem PEI, die Sicherheit und Verträglichkeit der Impfstoffe besser zu bewerten. Auch ohne Nebenwirkungen können Sie zurückmelden, wie Sie die Impfung vertragen haben.

Der erste Schritt ist aber, sich beim Auftreten von schweren Nebenwirkungen in ärztliche Behandlung zu begeben. 

Kann die Impfung den Menstruations-Zyklus stören? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

In den Zulassungsstudien der Impfstoffe wurden keine Veränderungen des Zyklus gemeldet. Laut dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI), das in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständig ist, gab es nach der Zulassung Meldungen über Zyklusstörungen nach der Impfung. Es sind zum Beispiel starke Menstruationsblutungen, Zwischenblutungen, das Ausbleiben der Regelblutung oder auch Blutungen nach der Menopause aufgetreten. Die bisherige Melderate übersteigt allerdings nicht die erwartete Häufigkeit bei nicht-geimpften Personen.

Auch wenn bisher keine eindeutigen Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Zyklusstörungen und COVID-19-Impfungen vorliegen, so wird die Europäische Arzneimittelagentur die Fragestellung weiterhin verfolgen und internationale Meldedaten auswerten. 

Allgemein können verschiedene Faktoren den normalen Menstruations-Zyklus beeinflussen. Dazu gehört beispielsweise Stress. Auch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen können zu den Veränderungen des Zyklus führen. Zyklusstörungen können ebenfalls bei anderen Impfungen oder Infektionen auftreten.

Grundsätzlich können Menschen, die Nebenwirkungen der Impfungen bei sich vermuten, diese dem PEI melden. Das geht u. a. online über das Portal des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Wer haftet, wenn ich gesundheitlichen Schaden erleide? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Wenn nach einer Impfung mit einem in Deutschland zugelassenen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus gesundheitliche Schäden auftreten, haben Betroffene Anspruch auf Entschädigung. Unter Impfschäden versteht man u. a. „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung […]“. Hierzu gehört auch der sehr seltene Fall einer Hirnvenenthrombose nach der COVID-19-Impfung, die zum Tod führt oder bleibende gesundheitliche Schäden hinterlässt.

Wer durch eine von der obersten Landesgesundheitsbehörde öffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag Versorgungleistungen vom Land. Die Länder haften für bekannte Nebenwirkungen, die die von ihnen empfohlenen Impfungen hervorrufen können. Ob eine gesundheitliche Schädigung durch die Impfung verursacht wurde, beurteilt das Versorgungsamt im jeweiligen Bundesland.

Seit dem 28. Mai 2021 regelt §60 des Infektionsschutzgesetzes, dass Betroffenen auch vom Bund eine Entschädigung nach dem Bundesversorgungsgesetz zusteht, wenn die Schutzimpfung einen Schaden durch bisher unbekannte Nebenwirkungen verursacht hat. 

Der Anspruch auf Entschädigung gilt für alle SARS-CoV-2-Impfstoffe, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen werden. Ein Anspruch besteht aber auch in Fällen, wenn keine öffentliche Empfehlung seitens der Bundesländer oder der Ständigen Impfkommission ausgesprochen wurde. Das heißt, der Anspruch auf Entschädigung gilt auch bei Menschen unter 60 Jahren, die sich nach ärztlicher Aufklärung freiwillig mit den Impfstoffen der Firmen AstraZeneca oder Janssen impfen lassen. 

Fragen zum Impftermin

Muss vorab ausgeschlossen werden, dass ich infiziert bin? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 laut momentanem Forschungsstand nicht negativ beeinflusst. Deswegen muss vor einer Impfung nicht auf eine aktuelle SARS-CoV-2-Infektion getestet werden. Es wird aber empfohlen, bei (jeglicher) akuten, schweren fieberhaften Erkrankung oder Infektion die Impfung zu verschieben.

Ich bin genesen - was muss ich bei der Impfung beachten? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Nach aktuellem Stand der Forschung ist eine Impfung auch dann unbedenklich, wenn jemand bereits eine Infektion (auch unbemerkt) durchgemacht hat. Für Personen, die eine nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, empfiehlt die STIKO eine einmalige Impfung. Der Grund: Nach einer überstandenen Infektion gilt die Person zumindest vorübergehend als immun. Die STIKO geht davon aus, dass eine einmalige Dosis bei Genesenen zu einer guten Immunantwort führt – auch wenn die Erkrankung schon länger zurückliegt. Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht sagen, ob und wann eine zweite Impfung nötig sein wird. 

Personen, die eine COVID-19-Erkrankung mit Symptomen durchgemacht haben, empfiehlt die STIKO eine einmalige Impfung in der Regel 6 Monate danach. Sie können sich aber bereits ab 4 Wochen nach Ende der Krankheitssymptome impfen lassen. 

Bei Personen, die eine bestätigte SARS-CoV-2-Infektion ohne Symptome durchgemacht haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine einmalige Impfung ab vier Wochen nach der Labordiagnose. 

Tritt die SARS-CoV-2 Infektion in der Zeit zwischen der ersten und der zweiten Impfung auf, so soll laut STIKO-Empfehlung die zweite Impfung auch etwa sechs Monate nach Genesung erfolgen. Aber auch hier ist es möglich, die zweite Dosis ab 4 Wochen nach Ende der Symptome bzw. Labordiagnose zu verabreichen. Für Personen, die nach einer Janssen-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion bekamen, wird zunächst keine weitere Impfung empfohlen.

Für die Impfung Genesener können alle zugelassenen Impfstoffe eingesetzt werden.

Wo kann ich mich impfen lassen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Seit dem 7. Juni 2021 können sich in Deutschland alle Menschen ab 12 Jahren freiwillig gegen COVID-19 impfen lassen – unabhängig von Alter, Beruf oder Vorerkrankungen. Inzwischen steht so viel Impfstoff zur Verfügung, dass an vielen Stellen geimpft werden kann. COVID-19-Impfungen können zum Beispiel von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in ihren Praxen durchgeführt werden. Außerdem können Betriebsärztinnen und -ärzte den Impfstoff verabreichen. Auf der jeweiligen Infoseite seines Bundeslandes erfahren Sie zusätzlich, wo sich weitere Einrichtungen oder mobile Impfteams in Ihrer Nähe befinden. 

Wie kann ich nachweisen, dass ich geimpft bin? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Alle Impfungen werden im Impfpass dokumentiert. Wichtig ist, dass nicht nur der Aufkleber mit der Bezeichnung und Chargennummer des Impfstoffs vorhanden ist. Ohne Stempel und Unterschrift des Arztes ist die Impfung offiziell nicht gültig.

Für den digitalen Nachweis einer Impfung gegen COVID-19 gibt es die CovPassApp und die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts, mit denen es möglich ist, den Impfnachweis digital auf dem Smartphone zu speichern. Dafür benötigt man ein iPhone ab iOS Version 12 bzw. ein Android-Smartphone ab Android Version 6. Der „CovPass“ soll zudem negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren. Die Zertifikate sind seit Juli EU-weit gültig. In der Corona-Warn-App kann nur ein Zertifikat hinterlegt werden, im CovPass lassen sich auch mehrere Nachweise – etwa für Angehörige – speichern.

So kommt der Corona-Impfpass aufs Smartphone So bekommen Sie den QR-Code für die Apps

Was hilft bei der Entscheidungsfindung? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

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Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin nicht ersetzen. Interessenkonflikte
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